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La Camporena - Chianti Classico und Riserva

Es tut sich ‘was im Chianti Classico! Der Sangiovese feiert eine Renaissance, während Cabernet, Merlot und neue Barriques nun zögerlicher eingesetzt werden. Zu weit hatte sich der Chianti von der ursprünglichen Classico-Typizität entfernt. Mit dieser Modeerscheinung stiegen auch die Preise und sank letztendlich das weltweite Interesse. Doch nun geht es wieder steil bergauf mit dem Chianti. La Camporena ist ein Betrieb bei Greve, der erst mit der Errichtung des neuen Kellers 2007 auf sich aufmerksam machen konnte. Zu rustikal waren die Einrichtungen der alten Kellerei und damit auch die erzeugten Weine. Anna Giorgi ist die treibende Kraft des Familienbetriebes nebst Agritursimo. Sie erzeugt außerordentlich saubere und preiswerte Chianti aus reinem Sangiovese. Ein Muss für Toskana-Liebhaber, denn mehr Sangiovese-Schmelz für kleines Geld scheint kaum möglich.


La Porta di Vertine - Chianti Classico

Giacomo Mastretta ist immer locker und entspannt. Ihn scheint nichts aus der Ruhe bringen zu können. Diese Ausgeglichenheit spürt man auch in seinen Weinen. Ganz natürlich gewachsen, ohne sich in eine Rolle zwängen zu lassen, sind sie von einem animierend ansprechenden Charakter. Diese großartigen Chianti von La Porta di Vertine leben von der große Reife der Aromen, weil Giacomo dem Weinberg viel Aufmerksamkeit widmet und quasi wartet, bis die letzte Beere voll ausgereift ist. Dann wird alles per Hand gelesen, nicht optimales Material aussortiert und ohne Schwefel mit natürlichen Hefen vergoren. Danach reifen die Weine in Tonneaux und kleineren Fudern. Auch hier existiert kein vorgegebenes Rezept. Jeder Wein erhält die Zeit, die er benötigt, je nach Jahrgang. Bei der Frühjahrspräsentation Chianti Collection in Florenz im Februar 2013 zählte der 2009er La Porta di Vertine wie erwartet zu den drei besten Annatas!


Château Brande-Bergère - Bordeaux

„Das gibt’s doch gar nicht“, hören wir immer wieder…ein richtig guter, preiswerter Bordeaux. Oder doch?! Wir meinen schon. 6,90€ !!! Château Brande-Bergère: Riecht und schmeckt nach Bordeaux, kommt aus Bordeaux, kostet jedoch wie ein spanischer Landwein! Erstaunlich. Und das ausgerechnet vom ehemaligen Finanzvorstand des Luxuskonzerns LVMH - Louis Vuitton Moët Hennessey. Bis 2008 hielt Denis Dalibot diese illustre Position. Er fädelte 1998 den Verkauf von Château Cheval Blanc an LVMH-Chef Bernard Arnault und den belgischen Investment-Banker Albert Frère ein. Damals zahlten die beiden unglaubliche 840 Millionen Französische Francs (etwa 129 Mio. Euro). Aus heutiger Sicht eine gute Investition. Das zeigt, welchen tiefen, strategischen Einblick Monsieur Arnault damals schon in die Entwicklung der Luxusgüter hatte. Heute hat sich Denis Dalibot mit seiner reizenden Frau Edith in den Ruhestand zurückgezogen. Zumindest soweit das möglich ist. Denn 1997 kaufte das Paar selbst ein kleines, bescheidenes Weingut nördlich von St.-Emilion, eben Château Brande-Bergère. Es liegt auf einem der höchsten Punkte der Gironde. Nachdem sie die gesamten Gebäude und Einrichtungen renoviert, Drainagen in den Weinbergen gelegt hatten, machten sie sich an die stete Verbesserung der Qualitäten ihrer beiden Weine. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!


Dominique Roger – Sancerre

Seit dem 17. Jahrhundert betreibt die Familie Roger die Domaine du Carrou im Ort Bué, innerhalb der Appellation Sancerre. Dominique Roger bearbeitet die 10-Hektar-Domaine in nahezu biologischer Arbeitsweise, lediglich Pilzdruck wird im Weinberg bei Bedarf bekämpft. Die Bodenstruktur besteht hauptsächlich aus Kalkstein, aber auch etwas kalkhaltiger Lehm und Silex (Feuerstein) kommen vor. Dominique Roger erzeugt sehr saubere, saftige und ausdrucksstarke weiße Sancerre in 3 Cuvées, die sich auch charakterlich deutlich unterscheiden. Alles wird spontan ohne Reinzuchthefen vergoren, um die Identität des Terroirs zu bewahren. Der einfache Domaine du Carrou ist sehr klar und fruchtbetont, mit sehr geradliniger Struktur, lebendiger Säure und großer Frische. Er besticht vor allem in seiner Jugend durch großes Spiel. Der Sancerre aus der berühmten Lage Chêne Marchand ist dagegen deutlich reservierter in der Frucht, bringt mehr Tiefe, Würze und Kraft hervor, bleibt ganz fest am Gaumen, mit großem, mineralischem Druck. Die Cuvée La Jouline wird aus den beiden ältesten Parzellen bereitet und zur Hälfte im Holzfass vergoren und ausgebaut. Sie besitzt das meiste Volumen und reichhaltige Fülle, mit einem Anflug von burgundischer Finesse.


Enderle & Moll - Pinot Noir und Kaya Weißweincuée

Die charaktervollen 2010er Pinots von Sven Enderle und Florian Moll schlugen ein wie eine Bombe. Viele Artikel, vor allem in internationaler Presse und Internet, haben eine große Aufmerksamkeit auf dieses kleine Garagenweingut katapultiert. Die Nachfrage übertrifft die Produktion heute bei weitem. Da wir Sven seit Jahren als entflammten Weinfreak kennen, war extraprima vom Beginn einer der ersten Abnehmer.  Die Spitzen-Cuvées Buntsandstein und Muschelkalk sind immer recht schnell vergriffen, denn auf ihnen ruht ein besonderer Fokus der qualitätsversessenen Pinot-Jäger. Neben begeisterndem Spätburgunder erzeugen die beiden Hobbywinzer auch noch ausgefallene und ausgezeichnete Weine im Einstiegsbereich.


 Unsere Weine sind absichtlich gut !

 


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